• Neven Subotic

    Ich habe zum Glück  die Deutsche Stiftungsagentur an meiner Seite, die…

  • Annette und Axel Fitzen

    Für uns ein phantastischer Start - dank eines tollen Teams!

  • Liane Olert

    Den einjährigen Geburtstag unserer Stiftung möchte ich zum Anlass nehmen,…
  • Dipl.-Psych. Ingrid…

    Ohne die Hilfe von Jörg Martin und der Stiftungsagentur hätte ich meine…
  • Dr. Karl Adamek

    Das Engagement der Deutschen Stiftungsagentur ist vorbildlich. Die Mitarbeiter…
  • Dr. Annegret Jatzkewitz

    Seit einigen Jahren schon verwaltet die Deutsche Stiftungsagentur die…

  • Siegfried Schäfer…

    Es ist alles so, wie man es sich als Stifter wünscht: die Gespräche im…
  • René Münz

    Die AvantgardeBusiness Solutions hat die Softwareeinführung bei der Deutschen…
  • Fuchsbriefe, 2009,…

    …überzeugt durch exzellente Leistungen im Bereich der Stiftungsgründung…
  • Monika Tharann

    Auf eine Empfehlung hin hatten wir für die Leitbildentwicklung unserer…
  • Dr.med. Friedrich…

    Ich bin vollauf zufrieden mit dem professionellen Handling meiner Studienstiftung…
  • Anni Dahlmann und…

    Seit nunmehr 9 Jahren verwaltet die Deutsche Stiftungsagentur die "Theo-und-Anni-Dahlmann-Stiftung"…

  • Dr. Monika Dorfmüller…

    Das ausgeklügelte Stiftungskonzept der Deutschen Stiftungsagentur hat…

  • Dipl.-Kfm. Mark Jacobs,…

    Die Deutsche Stiftungsagentur begleitet und steuert als Mitherausgeber…

  • Michael Nett

    Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftungsagentur war gerade in der…

Was ist das Stiftungskapital?

Unter Stiftungskapital wird in der Regel das Grundstockkapital plus Zustiftungen und Rücklagen verstanden.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch ist eine rechtsfähige Stiftung u.a. dann anzuerkennen (§ 80 Abs. 2 BGB), wenn die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks gesichert erscheint. Aufgabe der Anerkennungsbehörde ist es u.a. zu prüfen, ob dieser Grundsatz mit der von dem Stifter zugesagten Vermögensausstattung der Stiftung erfüllt werden kann. Zentral für eine jede Stiftung ist somit sowohl die Vermögensausstattung der Stiftung als auch der Erhalt dieses Vermögens.

Die Regelungen hinsichtlich des Vermögenserhalts finden sich in den einzelnen Landesstiftungsgesetzen wieder, die jedoch keinesfalls einheitlich ausfallen. Das Land Brandenburg beispielsweise verzichtet auf gesetzliche Vorschriften gänzlich: Der Vermögenserhalt sei dort Sache des Stifters.

Ein weiteres Beispiel für die Auffassung, dass der Vermögenserhalt zur Disposition steht, liefert das Stiftungsgesetz des Landes Baden-Württemberg. Es weist dem Erhalt des Stiftungsvermögens nicht die höchste Priorität zu und lässt diesbezüglich alternative Satzungsregelungen zu: „Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand zu erhalten, es sei denn, dass die Satzung eine Ausnahme zulässt oder der Stifterwille nicht anders zu verwirklichen ist; der Bestand der Stiftung muss auch in diesen Fällen für angemessene Zeit gewährleistet sein.“ (vgl. § 7 Abs. 2 StiftGBW).

Als einziges Bundesland verfolgt Bayern eine strikte Regelung und sieht keinerlei Ausnahmen vor: „Das Vermögen, das der Stiftung zugewendet wurde, um aus seiner Nutzung den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen (Grundstockvermögen), ist ungeschmälert zu erhalten.“ (vgl. Art. 6 Abs. 2 BayStG)

Die gesetzlichen Vorgaben zum Erhalt des Stiftungsvermögens variieren somit von Bundesland zu Bundesland.

Formulierungen wie „in seinem Bestand zu erhalten“ und „ungeschmälert zu erhalten“ werfen zusätzlich die Frage auf, welcher Erhalt hier vom Gesetzgeber gemeint ist: der nominale Vermögenserhalt oder der reale? Ist der reale Erhalt gemeint, steht jeder Stiftungsvorstand bzw. Treuhänder − treuhänderische Stiftungen lehnen sich an die gesetzlichen Regelungen zur rechtsfähigen Stiftung an − vor einem Dilemma. Dieses wird deutlich, führt man sich die steuerrechtlichen Vorgaben zur Rücklagenbildung vor Augen: Gemäß § 62 Abs. 1 Nr.3  AO wird die Steuerbegünstigung einer steuerbegünstigten Stiftung nicht dadurch ausgeschlossen, dass sie „ein Drittel des Überschusses aus der Vermögensverwaltung […]“ einer freien Rücklage zuführt.

Verwaltet der Vorstand einer Stiftung in Bayern das Stiftungsvermögen „sicher und wirtschaftlich“ und entscheidet er sich für ein festverzinsliches Papier mit einer 3%igen Rendite (nach Kosten der Vermögensverwaltung), darf er gemäß Abgabeordnung maximal ein Drittel − also 1 Prozent − der jährlichen Rendite in die freie Rücklage einstellen und gegebenenfalls dem Stiftungsvermögen zuführen. Bei einer vom statistischen Bundesamt festgestellten Inflationsrate im Anlagezeitraum von 1,4 Prozent bedeutete dies einen realen Wertverlust des Stiftungsvermögens i.H.v. 0,4 Prozent: Das Stiftungsvermögen ist somit in seinem (realen) Wert nicht ungeschmälert erhalten worden.

Vor diesem Hintergrund wird Stiftungen mittlerweile bundeseinheitlich empfohlen, bis zu 30 Prozent des Stiftungsvermögens in Aktien zu investieren. Der Hintergrund: Realisierte Kursgewinne unterliegen nicht der zeitnahen Mittelverwendung und stellen keine ordentlichen Erträge dar, auf die § 62 Abs. 1 Nr.3 AO Anwendung findet. Anders gesagt: Realisierte Kursgewinne können bei Bedarf in Gänze dem Stiftungsvermögen zum Ausgleich der Inflation zugeführt werden, aber auch mit realisierten Kursverlusten verrechnet werden.

Quelle: Wigand, Andersson, Martin: Generationen- und Stiftungsmanagement für Kreditinstitute und Finanzdienstleister, Köln 2012